Nikki Reva

Nikki Reva; Foto: privat
Nikki Reva; Foto: privat

Nikki Reva ist Autorin (Facebook oder auf Instagram @nikkireva91). Sie beteiligte sich an den Spendenbüchern für die Hochwasseropfer. Diese sind hier erhältlich. Ihre Kurzgeschichten finden sich in den Bändern „Liebe“ und „Krimi“.

Nikkis Gedanken zu meinem #ProjektBesteseller

Das Wichtigste am einem Buch sind für mich die Charaktere. Oft sind sie leider sehr flach und unausgearbeitet, mit einer klischeehaften Vergangenheit. Meiner Meinung nach sollte ein Leser sich mit den (Haupt)Charakteren identifizieren können. Sie sollten realistisch sein, Ecken und Kanten besitzen und nicht immer alles (sofort) schaffen. Versagen und Schwächen gehören zum Leben dazu, und damit auch zu einem glaubhaften Charakter. Auch ist die Entwicklung der Protagonisten und Antagonisten wichtig. Typisches Beispiel hierfür ist die graue, unscheinbare Maus, die sich im Laufe des Romans zu einer toughen, jungen Frau entwickelt. Oder der Macho, der endlich seine Gefühle zulässt. Dabei sind Klischees vollkommen in Ordnung, solange es nachvollziehbar bleibt. Dennoch ist es erfrischend, auch einmal etwas anderes zu lesen, als eben diese klischeehaften Entwicklungen. Vor allem mag ich persönlich Antagonisten, die super ausgearbeitet und deren Beweggründe nachvollziehbar sind. Ein Buch lebt von seinen Charakteren. Sie nehmen einen mit auf ihre Reise. Sie erzählen dem Leser ihre Geschichte und sie sind es, die dem Roman das gewisse Etwas geben können. Natürlich reißt auch die beste Figur einen langweiligen Plot nicht raus. Sie ist aber ein wichtiger Teil, um mitfiebern zu können und sich mitreißen zu lassen.

Nikki Reva


Liebe Nikki,

danke dir für deine Gedanken zum Thema Protagonisten und Antagonisten. Ich bin ernsthaft am überlegen, ob die beste Figur nicht doch einen langweiligen Plot herumreißt. Aber ich bin minimal-Planerin, deshalb kann ich das nicht beurteilen. Meine Figuren rocken prinzipiell (langweilige) Szenen und plötzlich liegt mein Plot in Scherben und ein Besserer ist geboren. Autoren, die ihre genialen Protas hingegen an die kurze Leine nehmen, würden auf ihrem mittelmäßigen Plot sitzen bleiben … Aber ich denke, wer gute Figuren entwickelt, entwickelt bessere Storys, oder?

Danke!


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